Maike in Japan




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Sommerreise

Letztes Wochenende habe ich an der alljährlich stattfindenen Sommerreise meines Laboratories (gibt es dafür eigentlich ein deutsches Wort?) teilgenommen. Leider ohne meinen Freund, denn der hat zur selben Zeit in Indien an einem Programmierwettbewerb teilgenommen. Trotzdem war die Fahrt sehr schön.

Wir sind ans Meer gefahren, und zwar an einen kleinen Ort in der Präfektur Aichi. Am Freitag morgen sind wir losgefahren und haben unterwegs im Bus Karaoke gesungen und verschiedene Spiele gespielt. Nach der Ankunft waren wir zuerst baden. Dabei wurde auch das traditionelle Wassermelonenzerschlagen zelebriert. Danach gab es ein traditionell japanisches Essen in dem Ryokan in dem wir übernachteten. Vor dem Schlafen gehen haben wir zusammen gefeiert, wobei einige Kommilitionen ein paar Sketche aufgeführt haben. Ich fand es sehr schön, dass ich an dem Abend mal die Gelegenheit hatte, mich mit einigen Komillitionen in Ruhe zu unterhalten. Mittlerweile ist mein Japanisch endlich gut genug, um in so ziemlich allen Alltagssituationen klar zu kommen. :-)

Am Samstag konnte man zwischen Baden auf einer Insel in der Nähe des Ortes und Sightseeing wählen. Ich habe mich für Sightseeing entschieden, weil da die Sonnenbrandgefahr geringer ist. ;-) Wir waren in verschiedenen Museen, haben in Ruhe Mittag gegessen und waren noch ein wenig shoppen. Abends im Ryokan angekommen, haben wir uns noch ein Feuerwerk angesehen.

Am Sonntag fand ein Tennisturnier statt, von dem ich immer noch Muskelkater habe. Da ich vorher noch nie Tennis gespielt hatte, waren die Regeln anfangs ziemlich verwirrend für mich. Mein Partner war leider auch nicht besonders gut, so dass wir ziemlich schnell rausgeflogen sind. Spaß gemacht hat es trotzdem. Vor der Fahrt nächstes Jahr sollte ich aber noch ein wenig üben. ;-) Nach dem Turnier sind wir auch schon wieder zurück nach Osaka gefahren.
15.8.06 16:44


Bachelor of Science

Nach monatelangem Warten habe ich endlich das Ergebnis meiner Abschlussarbeit erfahren. Da ich diese wie nicht anders erwartet bestanden habe, darf ich jetzt offiziell den Titel "Bachelor of Science in Computing Science" tragen.

Die letzte Zeit war ich viel unterwegs bzw. hatte viel zu tun, wenn ich dann mal zu Hause war. Sommer ist in Japan Zeit der Feuerwerke und Straßenfeste.

Vor ein paar Wochen war ich mit meinem Freund auf so einem Straßenfest. Dort gab es viele kleine Stände mit Lebensmitteln, Spielzeug und viel Ramsch. Auch traditionelle Spiele gab es z.B. Planschbecken, aus denen man mit kleinen Papiercashern Minigoldfische herausfischen konnte. Dass die Papiercasher nach der Zeit nass werden und reissen ist der Trick bei der Sache. Je geschickter man ist desto mehr Fische kann man ergattern. Ich habe das Spiel jedoch nicht ausprobiert, weil ich keine Goldfische gebrauchen kann. Es gab das Spiel auch mit kleinen Krebsen oder mit Flummis, aber die konnte ich ebensowenig gebrauchen. Stattdessen habe ich beim Bingo mitgemacht, der Hauptattraktion des Abends. Ich habe eine Tüte mit verschiedenen Süßigkeiten gewonnen, obwohl mir ein I-Pod eigentlich lieber gewesen wäre. ;-)

Gestern war ich mit ein paar Kommilitonen bei einem Feuerwerk. Das ist besonders bei jungen Leuten sehr beliebt und daher ist es immer brechend voll. Bei dem Feuerwerk gestern wurde die Zahl der Besucher im Vorhinein auf 430.000 Leute geschätzt und nur der Einsatz vieler Polizeikräfte konnte ein Chaos verhindern. Natürlich gibt es bei Feuerwerken auch eine Reihe von Fressbuden. Der Rückweg war ziemlich anstrengend, denn obwohl wir nach dem Feuerwerk noch ca. eine halbe Stunde auf dem Platz gewartet hatten, waren immer noch tausende Menschen auf dem Weg zum nächstgelegenen Bahnhof.
6.8.06 17:21


Waschtag

Gestern war nach wochenlangem Dauerregen endlich mal wieder schönes Wetter, bei Temperaturen nur knapp über 30 °C. :-)

Das habe ich ausgenutzt, um mal wieder Wäsche zu waschen, was auch wirklich nötig war. Nachdem ich über eine Woche nicht gewaschen hatte, hatte sich durch das permanent feuchtwarme Wetter nämlich schon ein wenig Schimmel im Wäschekorb gebildet. Sehr unappetitlich. :-( Zum ersten Mal war ich froh, dass japanische Waschmittel ein Desinfektionsmittel enthalten, ansonsten hätte ich bedenken, die Klamotten nach dem hier üblichen Waschen mit kaltem Wasser wieder anzuziehen.

Heute regnet es übrigens schon wieder, aber zum Glück nur wenig und nicht die ganze Zeit.
23.7.06 09:27


Männer haben es schwer

So hieß die Kneipe (auf Japanisch otoko ha tsurai), in der gestern abend die ganze Firma zusammen gefeiert hat. Ein paar Kolleginnen hatten mich schon vorgewarnt, dass vor allem die männlichen Kollegen dem Alkohol auch in größeren Mengen ganz und gar nicht abgeneigt sind, und beim BBQ hatte ich das ja auch schon mitbekommen.

Standardgetränk bei solchen Parties ist natürlich Bier. Das gab es frisch gezapft und in riesigen Plastikgläsern serviert (in ein solches Glas passen schätzungsweise mindestens 3 Liter). Dazu erhält jeder ein normales Trinkglas. Gegen Ende einer Party kommt es jedoch regelmäßig vor, dass ein paar Leute direkt aus den großen Plastikbehältern trinken.

Zu Essen gab es dementsprechend auch Speisen, die gut zu Bier passen, also viel fritiertes Fleisch und andere salzige, fettige Speisen. Gegen Ende der eineinhalbstündigen Party fanden einige sturzbesoffene Kollegen es witzig, einen Cocktail aus übriggebliebenen Speise- und Getränkeresten zu mixen. Dass sie dabei auch leckere Sashimi verwendet haben, fand ich jedoch schockierend. Die hätte ich zur Not auch noch auf dem Rückweg gegessen. ;-) Viel Gelächter gab es, als einige dann versuchten, das wirklich eklig aussehende Gemisch zu trinken.

Nach dem Essen zogen dann alle weiter zu einer Karaokebar. Ich bin allerdings nicht mehr mitgekommen. Das war wahrscheinlich unhöflich, aber als einzig Nüchterne in der Gruppe hatte ich da echt keine Lust zu. :-(
22.7.06 16:02


Risiko von Auslandsaufenthalten

Mitlerweile ist es ja sehr beliebt, einige Zeitlang im Ausland zu leben, sei es als Austauschschüler, Austauschstudent oder Praktikant, um seinen Horizont zu erweitern und nicht zuletzt, weil es im Lebenslauf gut aussieht. Doch unterschätzt wird dabei, was für langfristige Folgen so ein Auslandsaufenthalt auf die eigene Lebensplanung haben kann. ;-)

Beispielsweise habe ich letzte Woche eine E-Mail von einem amerikanischen Studenten erhalten, der letztes Jahr mit mir zusammen in Osaka studiert hat. Er ist jetzt wieder zurück nach Japan gekommen, hat eine Japanerin geheiratet, die er letztes Jahr kennengelernt hatte, und arbeitet zur Zeit im Betrieb ihres Vaters. Und ich bin ja schließlich auch wieder zurück nach Japan, wenngleich ich es mit dem Heiraten nicht so eilig habe.

Ich schätze, dass von allen Studenten, die mit mir in dem Austauschprogramm waren, mindestens ein Viertel eine neue Beziehung eingegangen sind, bei einigen anderen ist während ihres Aufenthaltes ihre alte Beziehung in die Brüche gegangen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich gerade bei längeren Aufenthalten was im Beziehungsleben ändert, ist also gar nicht mal so gering.
15.7.06 17:39


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