Maike in Japan




Maike in Japan


 Startseite






Links











Er?ffnungsfeier

Der gestrige Tag begann damit, dass wir morgens unseren Gastfamilien vorgestellt wurden. Diese werden uns in Zukunft betreuen und uns einen Einblick in den japanischen Alltag erm?glichen. Im Gegensatz zu anderen Hostfamily-Programmen werden wir aber nicht bei den Familien wohnen. Meine Gastmutter ist auf jeden Fall wahnsinnig nett. Sie hat zwei Kinder, die beide verheiratet sind, und sie wohnt zusammen mit ihrem Sohn und dessen Frau.

Danach hatten wir unsere offizielle Er?ffnungsveranstaltung, zu der einige wichtige Personen der Uni gekommen waren. Wir mussten alle einzeln nach vorne kommen und eine kurze Rede (ca. 1 Minute) halten. Dabei war es uns freigestellt, die Rede in Englisch oder Japanisch zu halten. Ich habe mich f?r Japanisch entschieden. ;-)

Zum Schluss gab es ein gro?es B?ffet mit Sandwiches, Pizza und Dim Sum. W?hrend des Essens hatten wir die Gelegenheit, unsere Supervisor kennenzulernen, also die Professoren, die unsere individuelle Projektarbeit betreuen werden.
1.10.04 08:17


Informatik

Am Nachmittag nach der Er?ffnungsfeier hat mich mein Supervisor zum Geb?ude der Informatiker gebracht. Dort habe ich einen eigenen Schreibtisch, an dem ich lernen kann, so oft ich will. In den n?chsten Tagen bekomme ich einen Laptop vom Department, allerdings kann ich dort auch meinen eigenen anschlie?en. Da ich einen Schl?ssel f?r das Geb?ude und f?r das B?ro habe, kann ich theoretisch die ganze Nacht dableiben. :-)

Allerdings muss ich mir noch Hausschuhe f?r das B?ro kaufen, denn mit Stra?enschuhen darf man da nicht rein. Das ist zwar eine f?r Europ?er ungewohnte Sitte, aber ich finde es eigentlich ganz angenehm, bequeme Schuhe anziehen zu k?nnen, insbesondere, wenn man den ganzen Tag im B?ro rumsitzt.

Au?erdem brauche ich noch eine Tasse, damit ich im B?ro Tee trinken kann, und etwas Dekoration f?r meinen Schreibtisch. Die anderen Studenten haben ihre Schreibtische mit Bildern, Blumen und vielem anderem Zeug dekoriert und meiner sieht dagegen so leer und ungem?tlich aus. :-( Sehr praktisch finde ich auch, dass uns eine Teek?che mit K?hlschrank und Mikrowelle zur Verf?gung steht.
1.10.04 08:18


Vorlesungsbeginn

Am 1. Oktober war Vorlesungsbeginn und damit auch f?r mich der erste Unterrichtstag. Ich bin also morgens mit dem Bus zum Suita-Campus gefahren. Dieser Bus pendelt regelm??ig zwischen beiden Standorten hin und her. Allerdings f?hrt er nicht in den Semesterferien, so dass ich bisher immer mit dem Zug fahren musste.

Als erstes hatte ich Japanischunterricht, und der war richtig anspruchsvoll. Wir mussten uns vorstellen und gegenseitig interviewen. Selbst wenn wir Fragen haben, m?ssen wir diese auf Japanisch stellen und bekommen sie dann auch nur auf Japanisch beantwortet. :-( Ich habe schon gleich zu Anfang gemerkt, dass mir ziemlich viele Vokabeln fehlen und dass ich kaum noch Kanji schreiben kann. Da habe ich also noch viel zu lernen. Als Hausaufgabe zur n?chsten Stunde m?ssen wir einen Aufsatz dar?ber schreiben, was wir uns von unserem Japanaufenthalt erhoffen.

Danach hatte ich noch Unterricht in zwei Wahlpflichtkursen. Ich muss insgesamt vier Wahlpflichtkurse belegen, die verschiedene naturwissenschaftliche sowie sozialwissenschaftliche Themen behandeln und auf Englisch gehalten werden. Aber zuerst werde ich zu allen Kursen gehen, um mir dann die interessantesten auszusuchen.

Gegen Abend bin ich noch mal kurz in mein B?ro gegangen und habe dort meinen Tutor kennengelernt. Ich habe mich mit ihm ?ber alle m?glichen Dinge unterhalten, unter anderem ?ber Anime. Leider kennt er kaum welche, aber als Kind hat er sich gerne Gundam im Fernsehen angeschaut.
3.10.04 06:20


Nishinomiya-jinja

Gestern bin ich wieder zu Herrn Inoue gefahren. Er wohnt mit seiner Familie in Nishinomiya. Diesmal habe ich auch seine Frau kennengelernt. Wir sind zusammen zu einem Schrein gefahren, wo gerade ein Fest (matsuri) stattfand. Es gab viele St?nde, an denen man alles m?gliche kaufen konnte. Ich habe auch zwei Brautpaare gesehen. Das erste war mit traditionellen Kimonos bekleidet und wurde von mehreren Personen fotografiert, das zweite Paar trug shintoistische Kleidung und befand sich inmitten einer religi?sen Zeremonie im Hauptgeb?ude der Anlage. Zum Schrein geh?rte auch ein kleiner Garten, in dessen Teich viele Schildkr?ten umherschwammen.
3.10.04 06:23


Barazushi

Abends habe ich zusammen mit Frau Inoue Japanisch gekocht. Sie hat mir gezeigt, wie man Barazushi macht. Bei dieser Sushiart vermischt man den Sushireis mit Sesamk?rnern und Seeaal (anago). Das gibt man dann auf einen Teller und streut auf einen Teil Omelettstreifen, auf den zweiten Teil ebenfalls in Streifen geschnittene gr?ne Bohnen und auf den dritten Teil eingelegten Ingwer. Danach kommen noch ein paar Noristreifen oben drauf. Es ist also kein roher Fisch drin. ;-)

Dazu gab es verschiedene Beilagen. Zum Beispiel eine Suppe aus in Wasser gel?stem Bonitopulver mit Seetang, Tofuhaut und Fr?hlingszwiebeln. Weiterhin gab es gekochte Auberginen mit ein paar Bonitoflocken oben drauf. Dann gab es noch gekochten K?rbis und Sesamtofu (gomatoufu). Alle diese Gerichte isst man kalt und daher werden sie besonders in den hei?en Sommermonaten zubereitet.
3.10.04 06:25


 [eine Seite weiter]

Gratis bloggen bei
myblog.de