Maike in Japan




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Silvester

An diesem Tag hat es in Osaka zum ersten Mal diesen Winter geschneit. Zwar ist der Schnee nicht liegen geblieben, aber trotzdem waren alle sehr aufgeregt, weil es in dieser Gegend nicht besonders h?ufig schneit.

Vormittags bin ich von meiner Gastmutter abgeholt worden, um mit ihr zusammen Silvester und den ersten Neujahrstag zu verbringen. Zun?chst habe ich ihr ein wenig bei der Zubereitung des Mittagessens geholfen. Danach habe ich verschiedene Software auf dem Rechner meiner Gastmutter installiert, damit sie die Bilder von ihrer Digitalkamera auf den Computer herunterladen und danach auf Postkarten ausdrucken konnte. Das war gar nicht so einfach, denn die Installationsanweisungen waren nat?rlich in Japanisch, genau wie das Handbuch.

Zum Abendessen gab es Toshikoshisoba. Das ist eine Nudelsuppe, die tradtionell an Silvester gegessen wird. Meine Gastmutter erkl?rte mir, dass die langen Nudeln die Verbindung vom alten zum neuen Jahr symbolisieren sollen. Vor einiger Zeit habe ich auch mal geh?rt, dass die Nudeln ein langes Leben symbolisieren.

Den Rest des Abends haben wir dann einen Gesangswettbewerb (kouhaku uta gassen) angesehen, bei der eine Gruppe von Frauen (rote Gruppe) gegen eine Gruppe von M?nnern (wei?e Gruppe) angetreten ist. Diesen Wettbewerb gibt es schon seit vielen Jahren im japanischen Fernsehen und die Teilnehmer sind bekannte japanische K?nstler sowohl aus dem J-Pop Bereich als auch aus ?lteren Generationen. Um Mitternacht haben wir uns dann im Fernsehen das traditionelle Glockenl?uten angesehen. Die Glocken an den Schreinen wurden 108 mal gel?utet, um das neue Jahr zu begr??en. Nacheinander wurden verschiedene ber?hmte Schreine im Fernsehen gezeigt und vor allen hatten sich riesige Menschenmengen versammelt.
4.1.05 08:01


Neujahr

Akemashite omedetou gozaimasu! (Frohes neues Jahr!)

Die Nacht habe ich auf einem Futon geschlafen und meine Gastmutter hat mir noch eine Heizdecke gegeben, damit ich nicht friere. Das war auch wirklich n?tig, denn in dem Raum war es ziemlich kalt.

Zum Fr?hst?ck gab es zun?chst Sake, danach Ozouni. Das ist eine Suppe mit Mochi (Reiskuchen) und Gem?se. Au?erdem gab es Osechi, ein weiteres Neujahrsessen, das aus verschiedenen Gem?sesorten und Fischsorten besteht und normalerweise die ersten drei Neujahrstage gegessen wird. Meine Gastmutter hat diese Gerichte alle selbst gekocht, aber heutzutage kann man sie auch fertig im Supermarkt kaufen.

Den Vormittag ?ber liefen im Fernsehen ?berall Sendungen ?ber Osechi. Verschiedene Leute haben ihre Kochk?nste unter Beweis gestellt und leckere Osechi Rezepte vorgestellt. Danach haben wir den riesigen Stapel Neujahrskarten durchgesehen, den meine Gastmutter bekommen hatte. Auf vielen dieser Karten waren H?hner abgebildet, da dieses Jahr nach dem chinesischen Kalender das Jahr des Hahns ist.

Nachmittags sind wir dann zu einem Schrein in der Nachbarschaft gegangen. Dort war ziemlich viel los, weil alle Leute am Neujahrstag zum Beten zu einem Schrein gehen (hatsu moude). Au?erdem habe ich mir ein Horoskop f?r dieses Jahr gekauft. Darauf steht, dass ich dieses Jahr nur m??ig viel Gl?ck habe. Den Rest kann ich leider gr??tenteils nicht lesen und muss noch jemanden finden, der mir den Inhalt ?bersetzen kann. Ich habe zwar einen Kommilitonen gefragt, aber der konnte das selbst nicht lesen, weil es recht altes Japanisch ist. :-(

Als wir wieder zu Hause waren, ist dann noch die Nachbarin zum Tee vorbeigekommen. Danach hat meine Gastmutter mich wieder nach Hause gebracht und mir noch etwas zu Essen f?r abends eingepackt. :-) Daf?r war ich auch sehr dankbar, denn ich hatte kaum noch etwas zu Essen zu Hause und wusste nicht, dass die ersten drei Tage im Jahr fast alle Gesch?fte, auch die Superm?rkte geschlossen haben.
4.1.05 08:04


Himeji

Gestern sind wir mit unseren Gastfamilien zum Schloss Himeji gefahren. Eigentlich war diese Tour f?r Oktober geplant gewesen, musste aber wegen eines Taifuns abgesagt werden. Da der Bus von der Firma "Osaka Gas" gechartert worden war, mussten wir uns zun?chst deren Firmenmuseum anschauen. Das war aber ganz interessant, weil uns u.a. Experimente mit fl?ssigem, ca. -200?C kaltem Biogas vorgef?hrt wurden.

Am Nachmittag fuhren wir dann weiter zum Schloss, das zum Weltkulturerbe erkl?rt wurde und eines der sch?nsten Japans ist. Eine ehrenamtliche Reisef?hrerin hat uns im Schloss herumgef?hrt und erz?hlt, dass die Festung ?ber ein ausgekl?geltes Verteidigungssystem verf?gt. So verl?uft beispielsweise der Weg vom ersten Tor zum bis Hauptturm nicht direkt, sondern f?hrt zwischenzeitlich in die entgegengesetzte Richtung, um Angreifer zu verwirren. Weiterhin wurde wilde Iris angepflanzt, damit die Soldaten darauf ausrutschen, und eines der Tore war damals aus losen Steinen aufgebaut, die in sich zusammenfielen, sobald man ein paar bestimmte Steine herauszog. Allerdings wurde das Schloss nie angegriffen, so dass man nicht wei?, ob es wirklich einer Belagerung standgehalten h?tte. Und so verirren sich keine feindlichen Truppen in den Gem?uern, sondern h?chstens ab und an ein paar Touristen. ;-)
9.1.05 06:55


Fris?r

Am Wochenende habe ich mich endlich getraut, zum Fris?r zu gehen. ;-) Ich hatte das so lange hinausgez?gert, weil ich nicht wusste, wie ich auf Japanisch erkl?ren sollte, wie ich meine Haare geschnitten haben wollte. Selbst in Deutschland ist das manchmal gar nicht so einfach, wenn einem das n?tige Fachvokabular fehlt. :-(

Mit meiner chinesischen Kommilitonin zusammen bin ich zu einem Salon in Ishibashi gefahren, weil dort der Haarschnitt nur 1050 Yen kostet, was weit unter dem Preisdurchschnitt liegt. Nachdem wir dort angekommen waren, mussten wir uns zun?chst in eine Liste eintragen und dann am Automaten ein Ticket kaufen. Danach hie? es warten, und das fast 2 Stunden. Wir h?tten zwar auch zwischendurch den Laden verlassen k?nnen, aber ich habe die Zeit genutzt, um alle Zeitschriften danach abzusuchen, welche der abgebildeten Frisuren mir am besten gefiel. Und da waren teilweise ziemlich abgefahrene Frisuren drin. Nach langem Suchen habe ich eine Frisur gefunden, die meiner alten einigerma?en ?hnlich sah, und so musste ich der Fris?rin nur das Foto zeigen und sagen, dass ich das auch so haben will. :-)
10.1.05 06:03


Ende der Winterferien

Am Dienstag haben die Vorlesungen wieder angefangen. Und da ich in den Ferien viel weniger geschafft habe, als ich mir vorgenommen hatte (was eigentlich normal ist ;-) ), habe ich jetzt immer noch mehrere Hausarbeiten zu schreiben und Pr?sentationen vorzubereiten. :-(

Den Montag davor habe ich nochmal richtig Party gemacht. Und zwar hat meine chinesische Kommilitonin mich und ein paar andere Studenten aus dem B?ro zu sich nach Hause eingeladen (sie wohnt im selben Wohnheim wie ich). Sie hat verschiedene sehr leckere chinesische Gerichte zubereitet und mich gebeten, nochmal den Karotteneintopf zu machen, den sie beim ersten Animetreffen probiert hatte. Die anderen Studenten haben ebenfalls selbst zubereitetes Essen entweder fertig mitgebracht oder vor Ort gekocht.
13.1.05 10:10


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