Maike in Japan




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Defillibrator

Als ich heute mal wieder in der Uni war, ist mir ein Defillibrationsgerät (AED) im Eingangsbereich des Informatikergebäudes aufgefallen. Am Flughafen in Kansai hatte ich auch schon solche Geräte gesehen.

Da ich ein wenig skeptisch war, ob ein Laie solch ein Gerät wirklich gefahrlos einsetzen kann, habe ich daraufhin ein wenig im Internet recherchiert. Den dort gegebenen Informationen entsprechend ist die Bedienung des Gerätes recht einfach. Wenn man den Verdacht eines Herzstillstandes hat, klebt man die Elektroden nach Anweisung auf den Körper des Patienten. Das Gerät prüft dann automatisch, ob wirklich ein Kammerflimmern vorliegt. Man braucht sich also keine Sorgen zu machen, ein in Wirklichkeit normal schlagendes Herz durch den Elektroschock aus dem Rhythmus zu bringen.

Angeblich gibt es die Geräte auch schon in Deutschland, allerdings habe ich dort bisher noch keines gesehen.
2.6.06 15:57


Büro

Heute schreibe ich mal wieder etwas über mein Praktikum. Meine Firma befindet sich in einem 20-stöckigen Hochhaus in der Nähe des Bahnhofs Osaka, nur wenige Meter vom Ausgang der Untergrundpassage entfernt, was bei der kommenden Regenzeit recht praktisch ist.

Vor dem Eingang steht morgens ein Bediensteter in Uniform und begrüßt alle ankommenden. Während ich im Fahrstuhl in den 13. Stock fahre (zum Glück bin ich nicht abergläubisch), hänge ich mir schon mal die Chipkarte um, mit der ich die Tür des Büros öffnen kann.

Wie bereits erwähnt sitzen alle Angestellten in einem Raum. Zusätzlich gibt es einen Konferenzraum und noch einen ganz kleinen Raum, der anscheinend ebenfalls für Besprechungen verwendet wird. Die Toilette teilen wir uns mit den anderen Firmen auf der Etage.

Die Kleidungsvorschriften sehen für Männer und Frauen sehr unterschiedlich aus. Während die männlichen Angestellten alle Hemd und Krawatte und bei Kundenbesuchen auch ein Jacket tragen, scheint es bei den Frauen keine Richtlinien zu geben. Selbst in Jeans kommen einige zur Arbeit. Andere Firmen sind teilweise strenger, in einigen gibt es Firmenuniformen, bei denen die Frauen in der Regel Röcke tragen.
6.6.06 08:41


Geburtstag

Am Mittwoch hatte ich Geburtstag und habe daher Haribo an alle Kollegen verteilt. In der Firma ist es zudem Tradition, gemeinsam Kuchen zu essen wenn jemand Geburtstag hat. Außerdem habe ich noch eine kleine Torte mit Kerzen bekommen, die ich mit nach Hause nehmen durfte. :-)

Nach Feierabend war ich mit meinem Freund und drei Arbeitskollegen in einem deutschen Restaurant in der Nähe der Firma. Und zwar ist es nicht so, dass ich das deutsche Essen so sehr vermisse, sondern ich dachte, dass es für die anderen ein interessantes Erlebnis ist. Die Speisen und Getränke, darunter ca. 15 Biersorten waren alle aus Deutschland importiert.

Das Menü bestand aus typisch deutschen Gerichten wie Broten mit Leberwurst, Räucherlachs oder verschiedenen Aufschnittsorten, Sauerkraut, Brezeln, Kartoffelsalat, Bauernfrühstück, Spargel etc. und selbstverständlich verschiedenen Würstchensorten. Wir haben, wie in Japan nicht unüblich, gemeinsam bestellt und uns die Gerichte geteilt. So konnte jeder alles probieren. Alle waren von dem Essen begeistert, nur der Sauerkraut kam nicht so gut an. Bier wurde auch literweise getrunken, so dass ich Mühe hatte, meinen Freund heile nach Hause zu bekommen. ;-)

Das Restaurant war übrigens sehr gemütlich. Es war winzig klein, ich schätze das weniger als 20 Leute reinpassen, und es war komplett belegt, so dass ich froh war, dass wir reserviert hatten. Es war mit allen möglichen Souvenirs aus Deutschland verziert und die ganze Zeit wurde deutsche Volksmusik gespielt. Der Besitzer stammt aus Deutschland und scheint schon recht lange in Japan zu leben, spricht aber leider kein Japanisch.
9.6.06 07:55


BBQ

Am letzten Wochenende fand eine BBQ-Party der Firma statt. Dazu wurde ein Grillplatz in einem öffentlichen Park gemietet. Unter BBQ versteht man in Japan im Allgemeinen, in dünne Streifen geschnittenes Fleisch, kleine Würstchen und verschiedenes kleingeschnittenes Gemüse zu grillen. Jeder bekommt einen kleinen Pappteller mit einer Sauce, in der das Gegrillte vor dem Verzehr kurz getaucht wird.

Beim FirmenBBQ gab es auch Salatblätter, in die man das Fleisch einwickeln konnte. Das war auch sehr lecker. Als Beilage gab es zudem in handliche Bällchen geformten Reis (onigiri). Insbesondere die männlichen Kollegen haben recht viel Bier getrunken.

Nachdem alle satt waren und alles aufgeräumt war (wir mussten den Grillplatz wieder freigeben), wurden noch ein paar Spiele (z.B. Baseball, Federball) auf der neben dem Grillplatz gelegenen Wiese gespielt, leider musste ich aber früh nach Hause.
16.6.06 11:58


Hightech-Sushi-Restaurant

Neulich war ich mal wieder Sushi essen und zwar in einem Restaurant, wo die Sushi auf einem Fließband durch den Laden gefahren werden (kaiten zushi). Das Restaurant war brechend voll und etliche warteten im Eingangsbereich auf einen freiwerdenden Sitzplatz. Beim Betreten musste man die Anzahl an Personen in einen kleinen Computer eingeben und erhielt dann einen Zettel mit einer Nummer. Da wir nur zu zweit waren und vor uns nur Familien warteten, wurde unsere Nummer zum Glück ziemlich schnell aufgerufen.

An den Plätzen befanden sich ebenfalls Computer mit denen man Sushi und andere Gerichte bestellen konnte. Natürlich konnte man sich auch mit dem zufrieden geben, was sowieso gerade auf dem Fließband vorbeifuhr. Die bestellten Gerichte wurden in einen Behälter mit der Beschriftung "Bestellung" gelegt, damit sie auch wirklich bei dem Bestellenden ankamen. Sobald sie in dessen Nähe waren, fing der Computer an zu piepen.

Interessant war auch die Auswahl der Sushi. Neben den Standardfischsorten waren auch Sushi mit Fleischscheiben oder sogar mit Frikadellen dabei. Daneben fuhren verschiedene Getränke und Desserts über das Band. Ich habe zum Nachtisch Mandarineneis gegessen. Das kann man ganz leicht selbst herstellen, indem man eine Mandarine mitsamt Schale ein paar Stunden ins Gefrierfach legt. Genial einfach und schmeckt sehr lecker. :-)

Übrigens, längst nicht alle Sushiläden in Japan sind so hochautomatisiert. In vielen gibt es noch Personal, das die Getränkewünsche und Sonderwünsche der Kunden noch persönlich entgegennimmt.
16.6.06 15:30


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