Maike in Japan




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Alltag als Research Student

Nach langer Zeit gibt es mal wieder ein Update. ;-) Bei mir ist inzwischen wieder Alltag eingekehrt. Ich habe meine neue Alien Registration Card bekommen, bin der staatlichen Krankenversicherung beigetreten und habe zum allerersten Mal ein japanisches Girokonto eröffnet und zwar bei der Postbank. Das war aber alles nicht sonderlich aufregend.

In der Woche fahre ich jetzt jeden Morgen zur Uni und bereite mich dort meist alleine anhand älterer Prüfungsaufgaben auf die Prüfung im Dezember vor. Normalerweise fahre ich erst spät abends nach Hause. Das klingt ziemlich stressig, aber ich merke deutlich, dass ich Fortschritte mache, daher bin ich momentan ganz zufrieden. Ich habe zur Zeit nur einen einzigen Sprachkurs belegt, da ich möglichst viel Zeit mit Prüfungsvorbereitung verbringen möchte, und einen Sprachkurs speziell für Informatiker gibt es leider nicht. :-(

Vor zwei Wochen habe ich übrigens den TOEIC-Test abgelegt, weil ich die Bescheinigung für die Uni brauche. Gut das ich vorher fleißig Japanisch gelernt habe, denn für die Erledigung der Anmeldeformalitäten, das Ausfüllen des Fragebogens mit persönlichen und statistischen Daten usw. sind Japanischkenntnisse zwingend notwendig. Die Prüfungsleiter haben sich nicht mal die Mühe gemacht, nachzufragen, ob ich die japanischen Anweisungen zur Prüfungsdurchführung auch verstanden habe. Naja, dafür war der Test super einfach. Ich bin schon gespannt auf das Ergebnis. :-)
1.11.06 15:18


Lammparty

Nachdem mein Freund schon vor längerer Zeit herausgefunden hatte, dass es bei uns in der Nähe Lammfleisch für ca. 1000 Yen pro Kilo zu kaufen gibt (das ist sehr günstig), haben wir letztes Wochenende in unserer Wohnung eine Lammparty veranstaltet. Ingsgesamt waren wir zu elft, was aber angesichts unserer Wohnungsgröße kein Problem darstellte. :-)

Wir haben ein Gericht namens "Dschingis Khan" zubereitet, von dem mir erzählt wurde, das es so heisst, weil es aus der Mongolei stammt (ich persönlich finde den Namen ein wenig albern). Das Lammfleisch wurde zusammen mit verschiedenem Gemüse in einem Gefäß gebraten, das in der Mitte nach oben gewölbt war. Auf diese Erhöhung wurden die Fleischstreifen gelegt und das Gemüse drum herum, wahrscheinlich damit es im herunterlaufenden Fett des Fleisches gegart wurde.

Daneben haben wir noch weitere Lammrezepte ausprobiert. Eine Kommilitonin hat im Ofentoaster Lammspieße mit chinesischen Gewürzen gegrillt und ich habe Couscous zubereitet. Dazu gab es noch mit Kartoffeln und Sellerie gefüllte Fladenbrote.

Der Geruch nach gebratenem Fleisch hält sich übrigens immer noch hartnäckig in der Wohnung. Hoffentlich verschwindet er nach einiger Zeit von selbst. :-(
14.11.06 15:15


TOEIC

Am Wochenende habe ich mein TOEIC-Ergebnis bekommen, und um ein wenig damit anzugeben, schreibe ich einen Beitrag darüber. ;-) Im Listening Test habe ich 98% und im Writing Test 99%, trotzdem habe ich in beiden Teilen sowie als insgesamt die Maximalpunktzahl. Wie das berechnet wurde, ist mir ein Rätsel. Aber auf jeden Fall freue ich mich über das Ergebnis und hoffe, es wirkt sich stark positiv in meiner Bewerbung fürs Masterstudium aus.
19.11.06 16:14


Physikalische Anwesenheit ausreichend

Es wundert mich immer wieder, wie selbstverständlich viele Studenten und auch Lehrkräfte hier ihren Laptop mit in Vorträge nehmen. Ich frage mich, ob man es mit genug Übung tatsächlich schaffen kann, gleichzeitig E-Mails zu schreiben und dem Vortrag zu folgen. Ich habe es zumindest bisher noch nicht geschafft.

Beispielsweise war ich letzte Woche auf einer Konferenz von Microsoft. Ich wurde vom Professor zur Teilnahme verpflichtet mit der Begründung, dass die Vorträge auf Englisch seien (als ob sie dadurch automatisch interessant für mich wären). Dabei waren sie alle auf Japanisch, mit Ausnahme von zwei Vorträgen, die von Chinesen gehalten wurden. Aber wenigstens gab es eine Simultanübersetzung. Um mich herum packten alle ihre PCs aus und ich ärgerte mich, dass ich meinen nicht dabei hatte. :-(

Ebenfalls letzte Woche war ein Freund meines Professors zu Besuch und hielt einen Vortrag über seine Forschungsarbeit bei IBM. Wieder hatten alle Studenten ihre Laptops dabei und klapperten fleißig auf der Tastatur herum. Dabei war der Vortrag diesmal sogar interessant, auch wenn der starke indische Akzent es Vortragenden etwas gewöhnungsbedürftig war. Das Verhalten fand ich doch ein wenig zu respektlos dem Vortragenden gegenüber.

Wer während eines Vortrages lieber ein wenig entspannen will, der kann natürlich auch einfach einschlafen. Aber wehe man nimmt nicht teil, dann ist nämlich eine begründete Entschuldigung an alle Studenten und Lehrkräfte per E-Mail erforderlich.
30.11.06 14:39


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